Zusammenfassung: Brent-Rohöl stieg um 0,64% auf 80,36 $/Fass und WTI um 1,7% auf 77,88 $/Fass, nachdem die US-iranischen Friedensgespräche gescheitert waren. Israel verschärfte die Angriffe auf den Libanon, während US-Vizepräsident JD Vance seine Reise in die Schweiz absagte. Zuvor waren die Preise wöchentlich um 8% gefallen, als Tanker die Straße von Hormuz passierten.
Die globalen Ölpreise sind wieder deutlich gestiegen, nachdem die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz gescheitert sind, weil Israel seine Angriffe auf den Libanon verstärkt hat.

Laut Reuters vom Freitag (19.6.2026) stieg der Brent-Rohölpreis, die globale Benchmark, im heutigen Handel um 51 Cent oder 0,64% auf 80,36 $ pro Fass. Der West Texas Intermediate (WTI)-Rohölpreis stieg um 1,28 $ oder 1,7% auf 77,88 $ pro Fass.
Zuvor waren beide Benchmarks aufgrund der Aussicht auf eine längere Waffenruhe und ein US-iranisches Friedensabkommen deutlich gefallen. Beide Kontrakte wurden mit einem wöchentlichen Rückgang von etwa 8% erwartet.
Beide globalen Öl-Benchmarks erreichten am Donnerstag (17.6.) ihren niedrigsten Stand seit Anfang März 2026, nachdem mehrere Tanker, darunter drei saudische Schiffe mit 6 Millionen Fass Rohöl, erfolgreich durch die Straße von Hormuz fahren konnten. Die Schiffe passierten die Meerenge nur wenige Stunden, nachdem die Präsidenten des Iran und der USA ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung ihres Krieges unterzeichnet hatten.
Analysten schätzten, dass das Abkommen mehr als 85 Millionen Fass Öl, die im Golf des Nahen Ostens feststeckten, auf den globalen Markt freisetzen würde. Das Abkommen beinhaltete auch die Aufhebung der US-Sanktionen gegen iranisches Öl, was das Angebot weiter erhöhen würde.
"Händler warten immer noch auf konkrete Beweise, dass der Tankerverkehr durch die Straße von Hormuz wirklich wieder normal ist, bevor sie sich auf weitere Preisrückgänge festlegen," sagte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM.
Die Zerbrechlichkeit des US-iranischen Friedensabkommens wurde jedoch durch Israels verschärfte Angriffe auf den Libanon erneut auf die Probe gestellt. Zudem finden die US-Gespräche mit iranischen Unterhändlern über einen Konfliktlösungspakt im Nahen Osten heute nicht statt, da US-Vizepräsident JD Vance seine Reisepläne abgesagt hat.
"Die Preise könnten ihren Tiefpunkt erreicht haben, und wir könnten eine Erholung mit hoher Volatilität erleben, da Risse im Memorandum of Understanding aufgetreten sind," sagte Vandana Hari, Gründerin von Vanda Insights.
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